Wird man dir im Sportgeschäft sagen können.

Man sollte halt auch hingehen und mit den Leuten reden. Laufschuhe sollte man da kaufen, wo man sie anprobieren kann. Wer Laufschuhe online kauft, kauft entweder regelmäßig dasselbe Modell (weil man halt viel läuft und Erfahrung hat) oder hat keine Ahnung von der Sache.

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Meinen ersten HM bin ich in 1:55 gelaufen. Allerdings bin ich ca. einen Monat danach auf einem 15 k mit einem erfahrenen Freund, der mich gepaced hat, auf unter 5 min/km gekommen. Den HM bin ich eher auf Sicherheit und gutes Körpergefühl gelaufen (hatte damals nichtmal eine Laufuhr). Eine Zeit um die 2 h dürftest du also durchaus realistisch anpeilen können.

Lass mich allerdings noch zwei Dinge betonen:

  • In deinem Alter ist die Halbmarathondistanz nicht optimal. Die besten (Halb-)Marathonis der Welt fangen solche Distanzen erst in ihren 20ern an. Als Teenager hat man noch zu viel Potential, auf 5 und 10 km Distanzen Grundschnelligkeit aufzubauen. Für die aerobe Ausdauer hat man auch später noch Zeit. Wenn du also langfristig gute Zeiten laufen willst, solltest du jetzt erstmal ein paar Trainingspläne für 10 km Läufe durchspielen.
  • Den ersten Laufwettkampf, egal ob 5er, 10er, Halb- oder Marathon, sollte man sich noch keine Zielzeit vornehmen. Es ist zwar gut, das eigene Potential zu kennen und danach zu trainieren, aber das Laufdebüt sollte vor allem eins sein: Genuss. Und Lust auf mehr machen. Peile also meinetwegen 2 Stunden an, lege nochmal 5 Minuten als Sicherheit drauf, damit du bei km 19 noch richtig Reserven hast und lass dich am Ende von den Zuschauern ins Ziel jubeln.
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3-4 km sind machbar. In meiner Schule wurde ab der fünften Klasse regelmäßig der sogenannte "Cooper-Test" gemacht, also ein Zwölfminutenlauf, in dem schnellere Schüler schon an die 3 km herankommen. Es ist also im Lehrplan sogar vorgesehen und sicherlich nicht schädlich, wenn man in deinem Alter mal an einem ähnlich langen Lauf teilnimmt. Um 3 - 4 km zu laufen, solltest du also in der Lage sein, 20 Minuten am Stück zu laufen und du bist eigentlich schon auf der sicheren Seite.

Die Kunst in deiner Situation (jugendlicher Laufanfänger) ist es eigentlich, die 3-4 km in einem möglichst gleichmäßig hohen Tempo zu laufen, das dich nicht überfordert. Da ist es noch nicht so wichtig, wahnsinnig viel Kraft oder Ausdauer zu haben sondern einfach etwas Erfahrung aus den Trainingsläufen mitzunehmen, um zu wissen, wie sich dein Körper am Anfang anfühlen soll, damit du am Ende nicht schlapp machst. Schnelligkeit und Ausdauer kannst du ja dann immer noch trainieren, wenn dir diese erste Erfahrung Spaß gemacht hat. Das wünsche ich dir und drück' die Daumen, dass alles klappt.

Übrigens ist es bei so "kurzen" (20 Minuten) Läufen sehr wichtig, vorher gut aufgewärmt zu sein. Klingt zwar ein bisschen paradox, aber wenn du vor deinen 3-4 km im Renntempo erstmal gaaanz lockere zwei Stadionrunden (800 m) abspulst, dann läufst du schneller als wenn du aus dem Kalten raus in dein Rennen gehst.

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Normalerweise sprintet man halt nicht mehr als einen Kilometer. Ausdauer und Schnelligkeit muss man ein bisschen getrennt voneinander betrachten. Du kannst ein extrem guter Sprinter sein und dich auch gut von Sprints erholen, was ja im Fußball in vielen Situationen genau das ist, was du brauchst. Aber bei Dauerläufen braucht man aerobe Ausdauer. Trainieren kann man das am besten mit langen, niedrigpulsigen Läufen.

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Internet ist unersetzbar

Ja, das Internet ist ein großer Energiefresser. Ich glaube aber, die Bedarfe ließen sich reduzieren. Ein großer Teil der Daten, die tagtäglich durchs Internet gehen, sind ziemlicher Müll und im Grunde unnötig. Filme, Serien, Katzenvideos, Essensbilder, Pornografie, ... Da kann man an vielen Stellen seinen Konsum hinterfragen und auch auf vieles verzichten.

Allerdings ist das Internet auch eine sehr wertvolle Informationsquelle, die an vielen Stellen im Alltag Zeit und Energie sparen kann.

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Was meinst du genau mit der "theoretischen Wissenschaft der Philosophie"? Ich habe mal ein Semester lang einen Kurs für Wissenschaftsphilosophie genommen. Das war schon ziemlich interessant, weil wir da die Wissenschaften theoretisch beleuchtet haben. Allerdings hatte das zunächst nichts mit Menschen oder Gesellschaften zu tun sondern eher mit dem wissenschaftlichen Handwerkszeug. D.h. "was ist überhaupt ein Argument?" "Was ist Logik?" "Was ist die wissenschaftliche Methode?" "Was ist methodisch gute / schlechte Wissenschaft?", "was muss ich beachten, wenn ich Forschung an lebendigen / fühlenden Wesen betreibe?"...

Ich persönlich finde Nanotechnologie sehr faszinierend. Ich promoviere zur Zeit in der Mikromechanik.

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Rücktrittsrechte sind üblicherweise schon in der Reservierung vereinbart. Ggf. fällt eine Stornogebühr an. Dann muss sich das Paar halt nach einer neuen Location umsehen, was in sechs Wochen ziemlich knapp ist.

Erfahrungsgemäß sollte man sich aber einfach auf die Party freuen. Das ist das wichtigste. Bei uns gab's auch eine Enttäuschung wegen der Location (die hatten eine Doppelbuchung wegen Personalwechsel), wir haben dann kurzerhand eine neue gefunden, die im Nachhinein sogar vielleicht besser, weil günstiger und geräumiger war und wir haben die Feier einfach genossen.

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Trotz meiner Expertise als Ingenieur, Naturwissenschaftler und Bergwachtler (die neben der Rettung aus unwegsamem Gelände die deutschlandweit einzige Naturschutzorganisation mit Fachprüfung ist) fällt mir kein fachlich sinnvolles Argument ein, inwiefern Windräder eine Gefahr für Wäder darstellen sollten. Klar handelt es sich um bauliche Maßnahmen, die auch je nach Standortwahl im Wald stattfinden, aber es handelt sich um räumlich sehr begrenzte Maßnahmen. Hast du da Gerüchte gehört? Was für Argumente bringen die vor?

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Deine letztgültige Entscheidung solltest du von den aktuellen Bedingungen und deiner persönlichen Verfassung abhängig machen. Grundsätzlich sind weder Steigeisen noch Kletterausrüstung für diesen Weg vorgesehen. Normale Wanderausrüstung reicht unter guten Bedingungen.

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Naja, die Deutschen haben aus meiner Sicht ein etwas gestörtes Verhältnis zur "Spießigkeit". Einerseits streben sie nach Haus, Auto und Rasenmäher, andererseits wollen sie bloß nicht als zu steif gelten und geben sich lieber betont locker mit Jeans und Hardrock-T-Shirt. Andererseits habe ich während meines beruflichen Aufenthalts in den USA auch beobachtet, dass dort nicht jeder im Anzug rumläuft. Die Bilder, die du kennst, kommen vielleicht aus größeren Städten und/oder Konservativen Kreisen.

Meiner Meinung nach haben nach den ohnehin schon bestehenden Protestbewegungen nach dem Krieg (Hippie, 68er, Punks, Skinheads,...) die Weltwirtschaftskrisen der 0erjahre dazu beigetragen, dass das Vertrauen und die Kompetenz, die vorher mit dem Anzug in Verbindung standen, stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, weshalb der Anzug im (Arbeits-)Alltag sogar bei konservativeren Leuten nicht mehr modern ist. Allerdings wurde das in meinem beruflichen und sozialen Umfeld (Wissenschaft, technische Produktentwicklung, aber auch Medizin) fast etwas "überreguliert" und es gehen aus meiner Sicht auch viel zu viele Leute in sehr abgeranzter Freizeitkleidung (T-Shirt, Jeans, Cargohosen, Outdoorschuhe) in die Arbeit. Einfarbiges oder dezent und einfach gemustertes Hemd, Stoffhose (oder dunkle Jeans) und saubere Schuhe halte ich für den Mindeststandard. Mein Arbeitgeber hat in der Vergangenheit Mitarbeitergeschenke in Form von Fleecejacken und Anoraks gemacht, von denen ich ableite, dass im Office inzwischen auch gut gepflegte und saubere Fleecejacken, oder Zip-Hoodies akzeptabel sind. Allerdings würde ich die Kombination mit den anderen Mindeststandards unbedingt beibehalten.

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Meinung des Tages: Mitgliederrückgang in deutschen Kirchen - hat die Kirche als Einrichtung noch eine Zukunft?

Die evangelische sowie katholische Kirche verzeichnen immer weniger Mitglieder. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Doch hat die Kirche als Institution für die Menschen noch eine Zukunft?

Kirchen beklagen Mitgliederschwund

Die beiden großen Kirchen in Deutschland verlieren weiterhin Mitglieder. Laut offiziellen Zahlen der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie der katholischen Deutschen Bischofskonferenz gehörten zum Ende des letzten Jahres insgesamt 37,8 Millionen Menschen beiden Kirchen an - 18 Millionen zur evangelischen und 19,8 Millionen zur katholischen Kirche.

Im Jahr zuvor lag die Gesamtmitgliederzahl noch bei 38,9 Millionen Menschen. Obgleich die Zahl der Kirchenaustritte zwar leicht zurückging, konnten Taufen und Eintritte die Anzahl der verstorbenen und ausgetretenen Mitglieder nicht ausgleichen.

Möglichkeiten von Angeboten geht zurück

Für die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs wirkt sich die schwindende Mitgliederzahl vor allem auf das karitative Angebot der Kirche aus. Ihr zufolge müsse eine Kirche, die sich immer weniger auf die solidarische Unterstützung von Menschen verlassen könne, in Zukunft gezielt auswählen, wo sie mit ihren begrenzten Mitteln helfen könne.

Für den Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Georg Bätzing, muss sich die Kirche vor allem fragen, für wen sie in Zukunft da sein möchte. Ihm zufolge sei die frohe Botschaft nicht kleiner geworden, sie müsse jedoch "anders und glaubwürdig unter die Menschen gebracht werden".

Mögliche Gründe

Wieso immer weniger Menschen den Kirchen angehören, hat vielfältige Gründe: Auf viele Menschen wirken die traditionellen Strukturen und Lehren der Kirche nicht mehr zeitgemäß. Daneben haben zahlreiche Missbrauchsskandale das Vertrauen in die Kirche als Institution nachhaltig erschüttert.

Unsere Fragen an Euch:

  • Hat die Kirche als Institution Eurer Meinung nach noch eine Zukunft?
  • Inwieweit soll bzw. muss sich die Kirche reformieren? Welche Maßnahmen wären sinnvoll?
  • Welchen Stellenwert besitzt die Kirche für Euch persönlich?
  • Engagiert Ihr Euch persönlich in der Kirche oder greift Ihr im Alltag auf Angebote kirchlicher Einrichtungen zurück?

Wir freuen uns auf Eure Beiträge.

Viele Grüße

Euer gutefrage Team

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Nein, die Kirche hat künftig immer weniger Bedeutung, da...

Es ist zwar hart, das so einzuschätzen, weil ich selbst eigentlich ein ganz gutes Verhältnis zur Kirche habe, aber ich befürchte, so wird es sein.

Die Kirche war früher einmal das, was heute die virtuellen sozialen Medien übernehmen. Man ging dort hin, um sich durch die Storys eines (oder mehrerer, Jesus ist ja nicht der einzige Protagonist in der Bibel) Influencers zu scrollen und das, was man da so lernte, so gut es ging zu kopieren. Im Informationszeitalter ist eine kirchliche Institution, die uns durch die Geschichten, die die Gläubigen alle kennen als wären es eigene Erfahrungen, einen Gemeinschaftssinn vermittelt, also überholt, das übernehmen Tiktok und co. Da gibt es ebenfalls Follower, die die Beiträge ihrer Idole kennen und wenn man sich trifft, kann man sich darüber unterhalten...

Die Kirche passt mit ihrem konservativen Auftritt also meiner Meinung nach nicht mehr in die Zeit. Die Gemeinde, die sonntagsmorgens konsumierend in den Kirchenbänken sitzt, gibt es nicht mehr. Aber: zumindest meiner Generation (Millennials) wird nachgesagt, in ihrer Arbeit vermehrt nach Sinn gesucht zu haben. Hier sehe ich für die Kirche eine Chance. Nämlich dann, wenn es die Kirche schafft, die Leute anstatt sie im Gottesdienst zu berieseln, durch Präsenz aktiviert. Ich habe das während meiner Zeit im Studium kennen gelernt, dort hatten wir eine sehr lebendige Studierendengemeinde, weil die Mitglieder gestalten konnten.

Ich persönlich bin gemischtkonfessionell aufgewachsen und auch wieder gemischtkonfessionell verheiratet. Das macht es für mich ein bisschen schwer, "meine" (katholische) Kirche als religiöse Heimat zu betrachten. Und auch die evangelische Kirche ist aufgrund meiner Vita (ich habe Kommunion und Firmung empfangen, war Ministrant, Lektor und wäre sogar fast Organist geworden, wenn meine Eltern dann nicht mit uns Kindern umgezogen wären) aber auch nicht meine religiöse Heimat. Von daher gehen wir, meine Frau und ich, zwar ab und zu in die Kirche und unterhalten uns auch über transzendente Themen, aber wir haben auch andere Themen und Hobbys.

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Das ist doch ein ständiges Auf und Ab. In den letzten Jahrzehnten ging es sehr rapide aufwärts, weil viele wichtige Innovationen dazu geführt haben, dass wir nicht mehr so hart körperlich arbeiten müssen und wir uns durch Impfungen und Antibiotika vor vielen viralen und bakteriellen Infektionskrankheiten schützen können. Erst seit kurzem kommen wieder schlechte Dinge zutage, nicht zuletzt, weil während der vergangenen "guten" Jahrzehnte viel in Puncto Umwelt- und Klimaschutz versäumt wurde, aber auch, weil politische Ideologen (Putin, Trump, Milei, Bolsonaro, Meloni, Erdogan, Orban, aber auch Weidel und Kickl) den Wohlstand und den Fortschritt bedrohen

Aber schon seit der Antike gibt es immer wieder Geschichten, die einen lehren sollen, sich an den kleinen Freuden zu erfreuen und die Dinge anzupacken, die man anpacken kann. Wir haben vieles in der Hand, aber manches eben auch nicht. Ich habe zum Beispiel bei der Bundestagswahl die Nazis nicht gewählt, aber trotzdem haben sie 20,8 Prozent bekommen.

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IQ Test schlechtes Ergebnis, aber alle Anzeichen einer Hochbegabung?

Habe einen professionellen IQ Test machen lassen. War an dem Tag in einer schlechten Verfassung. War wohl so übermüdet, dass ich bei den Würfel und Formen Aufgaben sah, wie diese auf dem Papier tanzten (kein Scherz). Witzig ist, dass ich genau bei diesen Aufgaben den höchsten IQ Wert erreichte.

Es kam beim Test auf jeden Fall ein ziemlich niedriger Wert heraus.

Besondere Anzeichen einer Hochbegabung sind bei mir:

•als Baby schnelle Entwicklung

•Schulverweigerung

•psychosomatische Beschwerden

•konnte schon mit 3 selbständig am Computer arbeiten, lesen und schreiben

•habe seit der 1. Klasse die Hausaufgaben, das Lernen sowie die Mitarbeit komplett verweigert bis zur 7. Klasse

•schnelles sprechen (komme meinen Gedanken kaum hinterher)

•hatte nie Lernlücken oder Defizite

•ab der 8. Klasse 1er Schüler

•wollte im Kindergarten nie spielen, da ich das zu kindisch fand

•schon seit je her auffallend eloquent (das wurde auch psychologisch mehrfach bestätigt)

•in der 9. Klasse Schule abgebrochen, und dann 2 Abschlüsse über Schulfremde nachgeholt

•ich kann Alltagsaufgaben wie zb. Haushalt ganz schlecht erledigen

..............

Die Liste ist um einiges Länger, aber habe die wichtigsten herausgeschrieben.

Was kann man jetzt machen? Gerade das schnelle Sprechen ist anstrengend, weil andere Leute mir nicht folgen können. Und eine Erklärung für die ganzen Auffälligkeiten wären auch sehr hilfreich. Mein Psychologe weiß auch nicht weiter, da der Test für ihn eindeutig ist, er sich aber die Auffälligkeiten nicht erklären kann.

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Mindestens sieben von zwölf Punkten in deiner Liste haben nichts mit irgendwelchen "Anzeichen für Hochbegabung" zu tun. Bei der Schnelligkeit der frühkindlichen Entwicklung (wäre dann Punkt acht) bin ich auch skeptisch, ich habe derzeit auch ein Kind (8 Monate alt), das sich auch in vielen Meilensteinen schnell entwickelt, aber da auf eine Hochbegabung zu schließen entbehrt jeglicher Grundlage.

Solche Listen sagen oft alles und nichts. Du wirst immer Leute finden, die deine Liste erfüllen und gleichzeitig hochbegabt sind, aber du wirst eben auch Leute finden, die die Liste ebenso erfüllen und nicht hochbegabt sind. Letztenendes geht es bei dem Label "Hochbegabung" einfach um die Intelligenz und nicht um irgendwelche anderen Umstände.

Was ist denn in deinen Augen überhaupt ein "schlechtes Ergebnis"? Wenn da irgendwie ein IQ on 110 rausgekommen ist, was ist daran "schlecht"? Das wird all den Leuten mit IQs von 100 oder darunter, die oft ein ganz normales, bisweilen sogar sehr erfolgreiches, d.h. gelingendes Leben führen, meiner Meinung nach nicht gerecht.

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Die Frage ist ziemlich kurz und enthält nicht viele Details. Daher hier kurz, was ich mir dabei denke: Braut, Bräutigam oder sogar beide sind Scheidungskinder und die geschiedenen Eltern haben jeweils neue Partner:innen. Nun stellt sich die Frage, wie man die Sitzordnung am Brauttisch anordnen soll, ohne irgendwen zu beleidigen.

Vorweg: Ohne Toleranz seitens der wiederliierten Eltern lässt sich die Sache nicht lösen. Anders ausgedrückt: Die Kinder, also das Brautpaar, sind den Eltern in dieser Hinsicht nichts, aber auch gar nichts schuldig.

Ich bin selbst Scheidungskind und hatte das "Dilemma" bei meiner Hochzeit auch. Allerdings hatten wir das "Glück" (naja, eigentlich sollte das selbstverständlich sein), dass unsere Eltern sich zwar helfend in die Gestaltung der Hochzeitsfeier eingebracht, uns aber letztlich bei keiner Entscheidung reingefunkt haben. Wir haben an unserem Tisch einfach - so, wie es bei einem Bankett üblich ist - Dame und Herr abgewechselt. Neben mir als Bräutigam saß also meine Mutter, neben ihr ihr Mann, neben ihm die Frau meines Vaters und neben ihr mein Vater. Wenn man das macht, hält man sich konsequent an total gängige Konventionen. Dann lässt sich das total logisch argumentieren, falls jemand unberechtigterweise Einspruch erhebt.

Und vor, bzw. nach dem Essen wird sich die Gesellschaft ja hoffentlich so in Gespräche und Feiern vermischen, dass die paar Minuten beim Essen niemanden stören. Gute Wege, um mit anderen Leuten ins Gespräch zu kommen sind: Ein Buffet statt Bedienung und diverse "Aufgabenspiele". Fotobox und Cocktailbar waren bei uns auch ziemlich cool für die Leute. Und natürlich gute Tanzmusik sowie ein Brautpaar, das nach dem Eröffnungstanz auch die anderen Gäste mit auf die Tanzfläche reißt (dabei ist es sehr hilfreich, wenn bspw. der Bräutigam gut führen kann und die Playlist einen hohen Anteil Disco Fox, Boogie Woogie, Cha Cha, Rumba und langsamen Walzer enthält - alles Tänze, bei denen auch Anfänger nach drei Takten zumindest den Grundschritt intus haben und mitmachen können).

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Wenn's akut passiert (bspw. auf der Veranstaltung): Mit handwarmem Wasser auswaschen.

Nach der Veranstaltung: Professionelle Reinigung.

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Definieren wir doch erstmal, was "Risiko" überhaupt ist:

Ein hohes Risiko besteht also, wenn bei einem Unfall entweder das Schadensausmaß groß ist oder die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Unfalls sehr hoch ist. Oder beides. In der Geschichte der Atomkraft gab es bereits mehrere Unfälle, in denen das Schadensausmaß sehr groß war, was also mit einem hohen Risiko einhergeht.

Die Anzahl der Vorfälle mit vergleichsweise hohem Schadensausmaß (bspw. INAS 4 und höher), also die Eintrittswahrscheinlichkeit hat sich in den letzten Jahrzehnten allerdings verringert, das kann man der Kernkraft zugutehalten. Nichtsdestotrotz wurden auch im Angriffskrieg, den Russland gegen die Ukraine führt, Atomkraftwerke zeitweise zu militärischen Zielen und Instrumenten. So ganz ohne ist das nicht.

Hinzu kommt das fast als sicher geltende Risiko, das von endgelagertem Atommüll ausgeht. Ausgediente Brennstäbe strahlen tausende von Jahren nach. In solchen Zeiträumen zu planen ist für unsere Zivilisation fast nicht möglich. Wie soll also sichergestellt werden (die Eintrittswahrscheinlichkeit auf ein akzeptables Maß reduziert werden), dass die Endlagerung von Atommüll keinen Schaden verursacht?

Wenn man diese Punkte berücksichtigt und mit anderen Technologien der Energieversorgung vergleicht, muss man zwangsläufig feststellen, dass die Atomkraft eine Technologie mit vergleichsweise hohen Risiken ist.

Kommen wir also zu den anderen Fragen:

ad 3.: Andere Hochrisikotechnologien wären zum Beispiel Talsperren. Auch hier gab es in der Vergangenheit verheerende Unfälle und man kann mit Blick auf die Alpen, in denen aufgrund des anthropogenen Klimawandels derzeit die Permafrostgrenze relativ schnell nach oben steigt, auch mit einer rapide steigenden Wahrscheinlichkeit für Felsstürze in diese Staudämme hinein rechnen. Man könnte jetzt auch andere Technologiebereiche betrachten, denken wir mal an den Verkehrssektor, wo der Gebrauch des Automobils einen Großteil der Verkehrstoten verursacht, während öffentliche Verkehrsmittel und Fahrräder für vergleisweise wenig Schadensausmaß verantwortlich sind. Selbst im Lebensmittelbereich könnte man sagen, dass die Erfindung von Soft Drinks (von Alkohol will ich im Zusammenhang mit "Lebensmitteln" gar nicht erst reden) und Convenience Food im Vergleich zu anderen Lebensmitteltechnologien mit erhöhten Risiken für die Gesundheit einhergeht. "Hochrisiko" muss also immer im Vergleich zu den Alternativen gesehen werden.

ad 4.: Da wir jetzt festgestellt haben, dass "Hochrisiko" immer relativ zu betrachten ist, müssen wir auch schlussfolgern, dass Hochrisikotechnologien sich grundsätzlich nicht verbieten. Entscheidet man sich dafür, eine Technologie mit sehr hohem Risiko nicht mehr zu verwenden, verschieben sich die Verhältnisse der verbleibenden Technologien und es wird zwangsläufig eine neue Technologie den Spitzenplatz in Puncto Risiko einnehmen. Wir setzen uns permanent Risiken aus und man muss eben immer abwägen, welche Risiken man bereit ist auf sich zu nehmen, um bestimmte Ziele zu erreichen. Es gehen ja auch viele Leute in den Bergen wandern und die Landschaft genießen, obwohl das Risiko, dort umzukommen ungleich höher ist als zu Hause auf dem Sofa.

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Wahrscheinlich eher nicht. Deutschland ist im CCPI-2025 nur ein Pünktchen über dem EU-Schnitt. Portugal, Estland, Luxemburg, Schweden, Norwegen, die Niederlande oder Dänemark performen deutlich besser, auch Großbritannien zeigt bessere Leistungen beim Klimaschutz. Frankreich ist übrigens fünf Punkte unter dem EU-Schnitt. Da kann man bei Deutschland nun wirklich keine Vorbildfunktion verorten

Das mit dem Atomausstieg muss man etwas differenzierter betrachten. Dass Länder wie Italien (1987) oder Österreich (1978) schon lange vor Deutschland aus der Atomkraft wieder ausgestiegen sind, übersehen viele. Auch vor dem Hintergrund, dass viele europäische Staaten gar nicht erst eingestiegen sind, geht Deutschland mit seinem Ausstieg keinen Sonderweg.

Das heißt, um die Frage zu beantworten: Weder bei der Energiepolitik hin zu regenerativen Energien noch beim Atomausstieg kommt Deutschland in irgendeiner Weise eine Vorbildfunktion zu. Im Gegenteil, Deutschland sollte die Effektivität der Bemühungen seit 2021 dringend fortsetzen und eine möglichst klimaneutrale und autarke Versorgung aufbauen, um weltwirtschaftlich nicht abgehängt zu werden.

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