Mary Sues erkennt man vorallem daran, dass sie die Perfektion auf zwei Beinen sind. Sie sind immer klug und wunderschön und schlagfertig und übernatürlich mutig, aber natürlich auch bescheiden. Selbstverständlich können sie absolut alles und übertreffen jeden, egal in was. Sie werden von allen geliebt und wenn nicht, dann sind diejenigen nur neidisch. Schwächen? Abgesehen von der Tollpatschigkeit, die aber eigentlich auch nur dazu dient sie noch perfekter zu machen, hat sie keine. Ängste? Pah! Wovor denn bitte? Eine Mary Sure bräuchte nur mit den Fingern zu schnipsen und schon läge ihr die Welt zu Füßen. Alle Männer begehren sie, alle Frauen wollen sein wie sie. Die ganze Welt dreht sich um die heilige Mary.
Das ist eine Mary Sue.
Solange deine Charaktere nicht übermächtig sind und sie auch mal zweifeln, scheitern und tatsächlich Schwächen haben, sich auch mal durchboxen müssen, statt jedes Problem mit Leichtigkeit zu überwinden, musst du dir eigentlich auch keine Sorgen machen.
Um es kurz zu fassen: Eine Mary Sue verhindert man, indem man generell tiefgründige Figuren mit Ecken und Kanten erschafft. Noch besser wird es, wenn man die Charakztereigenschaften dann sinnvoll mit der Vergangenheit der Figur verknüpft (Warum ist sie wie sie ist? Warum ist sie besonders gut in bestimmten Dingen?).
Ein Charakter darf auch mal außergewöhnlich stark sein und ja er darf dabei auch gut aussehen, aber er braucht trotzdem Dinge, die er nicht gut kann und diese sollten auch relevant für die Story sein, also echte Konsequenzen mit sich bringen, sonst sind das nur Pseudo-Schwächen.
Liebe Grüße