Super alter Thread, aber ich kann das hier gerade alles nicht so stehen lassen.

Der Hund gehört an die Leine, bis er genug Gehorsam erlernt hat - keine Diskussion. Ist der Halter nicht willig genug viel zu üben, dann muss der Hund wohl sein Leben an der Leine verbringen.

Warum hat er einen Jagdhund, obwohl er kein Jäger ist - ist ja ganz ganz schlimm?! FALSCH!!! Fast die Hälfte aller Hunderassen sind jagdlich ambitioniert, viele Hunde aus dem Tierschutz und Tierheimen sind ausgesonderte Jagdhunde und deren Mixe aus anderen Ländern. Sehr viele Hunde in deutschen Haushalten sind den Jagdhunden zuzuordnen, obwohl die Besitzer keine Jäger sind - Ja, auch der liebe, knuffelige Labrador oder Golden Retriever ist ein Jagdhund und kann unter Umständen Hasen killen.

Ein Hund der Jagderfolg hatte ist nie wieder in die richtige Bahn zu lenken? FALSCH!

Dann würden ja alle Jagdhunde, die bei Jägern leben auch keinen Gehorsam zeigen, weil sie da ja andauernd Jagderfolg haben... diesen Gehorsam müssen sie bei Prüfungen aber unter Beweis stellen, sonst darf der Jäger sie garnicht jagdlich führen.

Ausharren neben erlegtem Wild, aufspüren und apportieren geschossener Tiere, gehört genau wie Abruf und ein Abbruchsignal in der jagdlichen Ausbildung einfach dazu. Das dies nur mit extrem aversiven Methoden funktioniert ist absolut überholt und einfach nicht richtig. Geschichten von vor 40 Jahren sollten hier einfach nicht als Maßstab herangezogen werden, da war es ja laut Gesetz auch noch erlaubt und gängig Kinder zu schlagen.

Das es Arbeit macht einem jagdlich ambitioniertem Hund einen Abbruch beizubringen, streitet keiner ab. Wer Arbeit scheut, sollte sich dann besser nicht so einen Hund anschaffen.

Ich habe einen sehr triebigen Jagdhund an meiner Seite und bin keine Jägerin, orientiere mich aber beim Training von Gehorsam und bei der rassegerechten Auslastung (man kann ja Alternativen zum lebenden Hasen bieten!) stark an dem Vorgehen von Jagdhundeschulen. Wir haben schon tolle Erfolge erzielt. Ohne Schläge, ohne Schmerz. Einfach nur durch sinnvoll aufgebautes Training. ;-)

Wenn man selbst keine Lust hat sich so stark mit dem Thema zu beschäftigen, dann gibt es im Umkreis immer irgendwo einen guten Trainer oder Hundeschule wo man die Basics gezeigt bekommt und man kann Anfangen an dem Problem zu arbeiten.

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