Hallo, irgendwas hast du hier verwechselt, es gibt keine Brauerei die ein Bier 14 Tage braut, um einen Sud herszustellen benötigt man je nach dem vorhandenen Sudwerk ca. 6 Stunden, anschl. kommt Gärung dann Lagerung usw. Die Biere der Premium- bzw. Fernsehbrauereien werden heute mit ca. 30 - 80 Mio € beworben, also muss dieser Preis irgendwie wieder reinkommen, d. h. immer weniger Leute müssen immer mehr leisten, die Technik wird immer besser und die "Biere" werden deshalb immer schneller erzeugt, es geht meist schon im Sudhaus los mit High Gravity - wo mit einer höheren Stammwürze ausgeschlagen wird, dies dann komplett durchgezogen wird bis Filtration und dann vor der Abfüllung mit Wasser verdünnt auf die gewünschte Konzentration gebracht - als nächstes kommt die Gärung - nicht mehr wie früher klassisch von 6 - 10 Grad ca. 8 Tage, sondern oft Schnellgärung von 15 Grad und darüber, also das Bier ist in 2-3 Tagen vergoren, anschl. die kurze Lagerung von 3 -4 Tagen -evtl. noch aufkarbonisiert, so dass das "Bier" nach 6 Tagen fertig ist, etwas mehr in die Werbung - dann schmeckt das Bier um Längen besser - oder über den Preis (also billig) verkauft. Die "Biere" der Großen haben heute leider immer weniger Hopfen bzw. Malz, durch die extrem scharfe Filtration, bzw. KZE usw. sind diese meist mausetot und deshalb extrem lange haltbar, sind von einander nicht mehr zu unterscheiden und schmecken eigentlich bis auf kleinste Nuancen die von Otto Normalverbraucher nicht zu unterscheiden, sind alle gleich bzw. sind austauschbar und werden dann als mittlerweile Dauerpreis für meist unter 10€ verhökert. Eine sehr traurige Entwicklung - unsere Bierkultur geht damit kaputt -vor allem für die Mittelständler die es dann sehr schwer haben gegen diese agresive Preispolitik der Großen. Ich will damit nicht sagen, dass diese Biere schlecht sind, aber es ist kein Körper mehr vorhanden, der früher die Biere ausgezeichnet hat. Bei Mittelständlern werden die Biere meist noch 14 - 21 Tage - sogar oft noch darüber - gelagert. Dadurch werden unedle Gärungsnebenprodukte - wie z. B. Fuselöle - ausgeschieden. Die Biere sind bekömmlicher und werden oft auch schon im Sudhaus stärker eingebraut, sind deshalb auch geschmackvoller. Also am besten immer kleinere Brauereien aus der Region unterstützen, nicht die Großen, ist das selbe als wenn man sein ganzes Leben - das ja bekanntlich sehr kurz ist - täglich Erbsensuppe zu sich nimmt.

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