Wenn Mann sich ein wenig mit Genetik beschäftigt, wird man ein Naturgesetz finden, das besagt, dass mit wachsender Population das Erbgut homogener wird. Das bedeutet, je weiter die Generationen voranschreiten, desto ähnlicher wird das Erbgut der Individuen im Verhältnis zueinander. Gott hat in Adam und Eva alles Erbgut hineingetan, das in verschiedenen Variationen heute in der gesamten Menscheit vorkommt.

Es ist so, dass jeder Mensch genau die gleichen Gene in sich trägt, wie jeder andere Mensch. Nur sind bei jedem Menschen verschiedene Gene aktiviert und andere deaktiviert. Ich spreche jetzt nicht von den Genen, die bestimmen, dass der Mensch Arme und Beine hat, sondern von den Genen, die die Feinheiten ausmachen. Durch die verschiedentliche Aktivierung und Deaktivierung tritt die Variation auf.

Bei Adam und Eva war die Variation in den Genen noch so groß, dass Kain und Abel wahrscheinlich genetisch gesehen unterschiedlicher waren als heutzutage entfernte Verwandte.

die Heirat von Bruder und Schwester würde erst zu Zeiten von Mose verboten und das war immerhin erst um ein 2500 Jahre nach der Schöpfung der Erde geschah.

Dabei ist noch zu bedenken, dass ca. 900 Jahre zuvor die Sintflut stattgefunden hatte, bei der außer Noah und seiner Frau nur drei Ehepare überlebt hatten, durch deren Nachkommen die Erde wieder bevölkert wurde. Man bedenke - drei Ehepaare aus wahrscheinlich einigen Milliarden von Menschen. Das dürfte den Genpool schon um so einiges dezimiert haben.

Ich hoffe, das hilft dir weiter.

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