Das kommt ein Stück weit darauf an worin man den Fokus ihres " christlichseins " erkennen will.
- Wenn du mit " christlich " das meinst was Jesus seinen Nachfolgern in Matthäus 28.19 nahegelegt hat so darf man nicht davon ausgehen das sie dies eins zu eins umsetzen, da sie in der Öffentlichkeit keine Lehren verbreiten ( predigen ) sondern nur stumm dastehen und ihre Schriften bewachen und darauf hoffen das sie jemand anspricht. Das habe ich als Straßenmusiker oft genug bezeugen können.
Also das macht sie schon mal nicht christlich.
- Das sie ihr geistiges Oberhaupt nicht in Jesus Christus selbst sehen kann man daran erkennen, das sie eine Führungsriege haben deren Bibelkurse sie absolvieren müssen wenn sie in den Dienst berufen werden wollen der eigens für ihre Zwecke zurechtgeschneidert ist, wobei kritisches hinterfragen nicht erwünscht ist, sondern nur die strikte Befolgung dessen was ihnen dabei eingetrichtert wird. Solche Bibelkurse sind grundsätzlich sehr fragwürdig da Jesus als Lehrer der Wahrheit seinen Jüngern nicht verboten hat Fragen zu stellen. Das ist also auch nicht christlich.
- Desgleichen sind ihre fragwürdigen Schriften an die biblischen Aussagen ihrer eigenen neu verfassten Bibel angelehnt, die sich in vielen Versen grammatisch von anderen Bibeln unterscheidet und daher ganz andere Interpretationen zulässt als es bei den ursprünglichen offiziellen Bibelversionen möglich wäre. Daher auch die vielen falschen Vorhersagen die sich nicht erfüllt haben. Ihre somit getätigten Irrlehren kann man ebenfalls nicht als christlich bezeichnen, da Jesus seine Jünger schon zu seinen Lebzeiten vor Irrlehren und Irrlehrern gewarnt hat.
- Ihre Abgrenzung von anderen auf der Bibel gegründeten Glaubensgemeinschaften beruhen auf einem Elitedenken das den Urchristen fremd war auch wenn damals schon unter den Jüngern sehr kontrovers über die eine oder andere Lehre diskutiert wurde was aber nur geschehen konnte weil man sich nicht von anderen Glaubensgemeinschaften abgrenzt hat. Dabei legen sie den Fokus auf jene die in ihrer Gemeinschaft Geistgesalbt sind während sie Christen aus anderen Glaubensgemeinschaften diese Geistsalbung absprechen, selbst in ihren eigenen Reihen werden diese Unterschiede gemacht. Dabei sagt die Bibel etwas ganz anderes, nämlich das wer glaubt und getauft wird auch den Heiligen Geist erhält.
Es ist also keine Frage der Auserwählung der leitenden Führerschaft hierfür, sondern beruht einzig und allein auf Reue, Buße und dem Glauben an Jesu Erlösungstat am Kreuz was den Heiligen Geist schenkt. Was das Handauflegen betrifft sind sich viele Christen unterschiedlicher Konfessionen generell uneins ob ein solches Ritual den Heiligen Geist schenken kann ( Ich selbst glaube nicht daran ). In der Apostelgeschichte wird es wohl so beschrieben aber es gibt genügend andere Verse wo dies nicht nötig ist den Heiligen Geist zu bekommen da er von Gott ausgegossen wird und nicht von Menschen. Eine solche Abgrenzung verbunden mit jenem Elitedenken kann man auch nicht als christlich bezeichnen.
- Über den Umgang mit Gemeindemitgliedern die aus der Reihe tanzen kann man streiten aber ehemalige ZJ schildern diesen nicht als christlich, da er in den seltensten Fällen solche " Missetäter " kaum wieder dazu bewegen kann in die Gemeinschaft zurückzukehren. Verbote bezüglich des privaten Umgangs der Mitglieder könnte man auch als eine Art von Fußfessel bezeichnen die es den Betroffenen unmöglich machen soll, sich einen Bekannten- oder Freundeskreis außerhalb ihrer Gemeinschaft aufzubauen um ja nicht Gefahr zu laufen evtl. abtrünnig zu werden und der Kontrolle der leitenden Führerschaft zu entgleiten. So wenig Vertrauen haben sie in Jesus der seinen Jüngern zugesagt hat das er alle Zeit bei ihnen sein wird " alle Tage bis an der Welt Ende. " Matthäus 28.20 Allerdings ist so eine Vorgehensweise mit einem zugekniffenem Auge möglicherweise gerade noch so biblisch zu begründen da ja auch Paulus eine solche Befürchtung an den Tag legte als er sagte: " Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten " 1. Korinther 15.33 Jedoch halte ich es dennoch nicht für sehr christlich von seinen Gemeindemitgliedern eine Abgrenzung von der Außenwelt zu verlangen weil man vermutet jene könnten verdorben und zum Glaubensabfall gebracht werden, denn wie Paulus auch sagte, steht und fällt jeder seinem Herrn. Römer 14.4
Bei ihren " Regelungen " geht es den ZJ zwar nicht ums richten über andere sondern eher darum, die Kontrolle durch Zwang über ihren Mitgliedern auszuüben was Jesus niemals getan hat. Jesus hat nie versucht seine Jünger durch solche Zwangsverordnungen an sich zu binden. Solche Zwangsregeln die gesellschaftliche Isolation herbeiführen soll sind also auch eher als unchristlich anzusehen.
- Das sie sich selbst gar nicht als Christen bezeichnen was die Urchristen auch nicht taten muss man nicht unbedingt als unchristlich ansehen, da es wesentlich wünschenswerter wäre wenn man von Außenstehenden so betitelt wird weil man von ihnen durch den eigenen Lebenswandel so als Christ wahrgenommen wird, das man nicht überall herausposaunen muss das man ein Christ sei. Gott sieht in unser Herz nicht darauf wie wir uns betiteln. Sich aber als ein " Zeuge Jehovas " zu bezeichnen wobei Jehova ( Gott ) ja nur in Jesus Christus den Menschen in Wahrheit zugänglich wurde ist fast schon als Blasphemie zu bezeichnen. Wie kann man ohne den Sohn Gottes der Gott ist und sich selbst entäußerte und Mensch wurde sagen, man sei ein Zeuge Jehovas 🤔? Ohne Jesus Christus hätten wir zu diesem Gott an den wir glauben überhaupt keinen Zugang denn ER allein ist unser Mittler zu Gott durch den Heiligen Geist der in denen lebt die an ihn und sein Erlösungswerk am Kreuz glauben und SEIN Name ist uns gegeben worden durch den wir selig werden sollen ( Apostelgeschichte 4.12 ). Dies ist wohl der eindeutigste Beweis dafür das ihr selbst proklamiertes Christsein nicht auf Christus beruht, sondern einzig und allein auf ihre leitende Führerschaft. Das ist wahrhaftig unchristlich.
Vermutlich ist ihnen der Glaube an den herrschsüchtigen und eifersüchtigen als auch grausamen und selten verzeihenden Gott Jehova/Jahwe der orthodoxen Juden im AT wichtiger als der Glaube an den liebenden und allzeit barmherzigen und stets verzeihenden Gott im NT was sehr schade ist, da auch sie eingeladen sind zum lebendigen Glauben an den Gott der Lebenden in Jesus Christus zu kommen.
LG