Ewige Existenz

Unter der Voraussetzung, dass das Individuum in einer von Raum und Zeit losgelösten Ewigkeit bewegt wird, in der es sich innerhalb von Zeitzyklen entfaltet. Das Individuum soll aus freigewählten Entscheidungen zwischen niederen und höheren Zyklen wählen durch sein Denken und Tun und so auf einen ewigen Entwicklungs- und Reifungsprozess hinarbeiten. In diesem Verständnis bietet die Ewigkeit den Rahmen für die jeweiligen Zyklen, in denen das Individuum auf- und absteigt. Dadurch wird es selbst Teil der Ewigkeit und erfährt eine tiefere Dimension seiner Existenz in der Ewigkeit. Spricht Gott über die Schriften von Äon, dann wäre dies eine reizvolle Vorstellung.

LG.

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Ich versuche es mal aus der Perspektive der philosophischen Theologie ...

Das Theodizeeproblem stellt vom Fundament die Frage, wie es sein kann, dass, wenn Gott existiert, er das Leid zulassen kann, wenn er doch allmächtig und vollkommen wie gerecht ist.

Das meiste Leid entsteht meiner Meinung nach fast ausschließlich aus unserer bedingten Willens und Entscheidungsfreiheit heraus. Es sind von uns mit Vorsatz selbst verursachte Leidzustände, denn es ist ja nicht so, als wüßten wir nicht, was zu Leid führt. Wir selbst wären legitimiert und könnten paradiesische Zustände schaffen, es liegt nur an uns. 

Es war einst unsere Entscheidung gewesen, wo der Mensch sich gegen Gott und damit gegen den paradiesischen Zustand entschieden hatte, obwohl er die Konsequenz der Entscheidung kannte. Der Mensch wollte frei sein, und er wurde frei. Daher sollte man sich die Frage stellen, warum Gott unsere immer und immer wieder verursachten Probleme lösen soll? Er ist Gott kein Müllmann, der unsere verursachten und angehäuften Probleme beseitigt.

Darüber hinaus, selbst wenn Gott eingreifen würde, der Mensch sofort die Art und Weise, wie er es macht, zutiefst kritisieren würde, da er es nicht mit seinem zeitgenössischen Hyperhumanismus und Moralverständnis vereinbaren könnte, da er im Denken sich gleichauf mit Gott versteht, statt sich ihm zu unterwerfen.

Viele haben nicht verstanden und verinnerlicht, dass es die Gnade und Liebe Gottes ist, uns überhaupt als Spezies am Leben zu lassen. Statt dankbar zu sein und stattdessen Kritik zu äußern ist wirklich ... !

Das ist die Situation, wie sie ist! Doch warum fragt man nicht nach dem Nutzwert oder nach der Systemlogik dieser Gegebenheiten? Wenn Gott omnipotent ist, was eine Omniszienz einschließt, dann wußte er die Abläufe seiner Schöpfung und alles wäre vorherbestimmt vom einzelnen Blatt, das von einem Baum fällt bis hin zu der Entscheidung der Frau, das sie von der Frucht des Baumes der Erkenntnis isst, obwohl sie es nicht sollten.

So kann man theologisch argumentieren, dass all die Abläufe einer Inszenierung Gottes vorausgegangen sind, vielleicht um eben eine neue Systemlogik in Gang zu setzen. Hier würde ich als Vertreter der Zeitzyklen Theologie gerne den Begriff "Äon" als Stichpunkt geben, um zu verstehen, was ich meine, wenn ich von dynamischen Zeitzyklen in der Ewigkeit spreche.

Wie wäre es mit einem Kompatibilismus, in dem ein Determinismus und Libertarismus gleichermaßen vorherrschen und sich auch nicht widersprechen, wo der Determinismus zwar für die physikalische Welt zutrifft und gilt, nicht jedoch für die geistige Ebene zutrifft.

Es also eine Vorherbestimmung gibt, die vorherrscht, aufgrund der Allmacht und Allwissenheit Gottes, aber den freien Wille des Menschen eben berücksichtigt und Gott zwar auch die Entscheidung des Menschen vorab einsehen könnte, sich jedoch freiwillig dieser Kenntnis entzieht und eine Ergebnisoffenheit auf geistiger Ebene vorherrschen läßt. Dass Leid, das Übel (Böse) wäre demnach nicht unbedingt intrinsisch schlecht, sondern würde möglicherweise auch einen höheren göttlichen Plan oder Zweck haben.

Alles aus dem Willen Gottes, alles aus Nutzwert! Läßt man sich darauf ein, würde der Kompatibilismus eng mit dem Pelagianismus verwandt sein, der wiederum zwar in Divergenz zum etablierten Augustinismus mit seiner Erbsünde stehen würde, aber das bedeutet ja nicht zwangsläufig, das jener eine mindere Interpretation ist, da sie sich biblisch gleichermaßen ableiten und begründen läßt.

LG.

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Da gibt es verschiedene Antworten. Für mich persönlich ist es wichtig, beide Berichte zu berücksichtigen: den ersten Bericht über Adam und Lilith sowie den zweiten Bericht über Adam und Eva. Die Problematik entsteht hauptsächlich dadurch, dass in der etablierten Tradition und Lehre Lilith einfach ignoriert wird, obwohl ihre Gestalt kulturell und historisch bekannt war.

Hier sind drei Anhaltspunkte: Erstens wurde Lilith in der Bibel namentlich erwähnt, bevor sie mit Begriffen wie Nachtgespenst oder Nachteule übersetzt wurde. Das zeigt, dass man Kenntnis von ihr hatte; andernfalls wäre sie nicht in der Bibel aufgeführt. Zweitens gibt es den Aspekt der Schlange, die auf Lilith hinweisen könnte, sowie die Motive von Eifersucht und Rache, die mit ihr assoziiert werden. Drittens wird sie oft als „Mutter der Dämonen“ verstanden, die in der Wüste lebt. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, dass sie schwanger war und ihre Tochter sich mit Kain vermählte, was zeitlich und in diesem Kontext durchaus wahrscheinlich ist.

Einfach ausgedrückt: Lilith könnte die Missverständnisse klären, die bestehen, und vieles in Einklang bringen. In meinem Glauben ist sie definitiv die erste Frau Adams; alles andere erscheint mir in der Erzählung unlogisch.

LG.

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Ich war agnostisch, teilweise sogar atheistisch, bin dann über die Esoterik über einen längeren Prozess zum Christentum gekommen.

Die Begründung, warum liegt daran, das ich zu erst durch eine transzendente Erfahrung, als ich eine Lebenskrise hatte zu Gott und den Glauben gefunden habe und dann im Christentum Jesus und der Bibel wesentlich mehr Substanz und Wahrheit gefunden habe als in der Esoterik zuvor. - Bereue die Entscheidung nicht.

LG.

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Meiner Meinung und Erkenntnis nach ja! Bin ziemlich sicher, dass es irgendwo in den Weiten der Universen viele Formen von Leben gibt, welches wir klassisch als außerirdisch definieren würden. Manche sind Menschen ähnlich, manche völlig anders. Zu einem Kontakt wird es früher oder später kommen.

LG.

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Früher in der Schule, wo man sich untereinander die Frage gestellt hatte, wollten wir immer unsichtbar sein, um sich unbemerkt in die Mädchendusche nach dem Sport zu schleichen, um schöne Dinge zu betrachten. Das amüsante daran, das umgekehrt die Mädels das gleiche getan hätten. Wir Jungs wollten nackte Mädchen sehen, die Mädchen nackte Jungs. Schon witzig ...

Heute würde man, denke ich, Unsichtbarkeit nutzen, um das, was geheim gehalten wird, in Erfahrung bringen zu können. Halt, was hinter verschlossenen Türen vonseiten der Regierung aber durchaus auch Wissenschaft nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist.

Ich selbst würde gerne mal unsichtbar unbemerkt die Archive im Vatikan besichtigen, um zu schauen, welche eventuell geheimen Schriften dort lagern. Allerdings wüßte ich nicht, wo ich da mit der Suche beginnen müßte. Denn wenn man nicht weiß, wonach man sucht, wird es schwieriger als die Nadel im Heuhaufen zu suchen. Dann wohl doch lieber die nackten Frauen :-)

PS: Wenn ich die Wahl habe zwischen Unsichtbarkeit und Fliegen, würde ich Fliegen / Schweben wählen.

LG.

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Christentum

Also das Christentum ist die größte Religion und wächst auch weiter, weltweit finden und konvertieren immer mehr Menschen zum Christentum, da sie die Wahrheit erkannt haben. Und das ohne Machtausübung und Zwang, sondern aus Tradition, aber eben auch aus Erkenntnis, das ist wichtig zu beachten.

LG.

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Nur in einem begrenzten Rahmen, denn vollkommene Willensfreiheit würde ja bedeuten, dass ich ohne Umstand und Gegebenheit meinen Willen verwirklichen könnte.

Beispiel: Mein Wille ist es, auf dem Mond zu leben, weil ich den Mond anziehen finde. Oder mein Wille ist es, König eines Hirschkäfer Volkes zu sein. Oder die Kenntnis willentlich haben zu wollen, dass Menschen die Kommunikationsebene verlassen und die Welt so begreifen, wie sie hinter der Kommunikationsebene ist.

Vollkommene Willensfreiheit ist also nicht an Raum und Zeit und auch nicht an eine Kausalität gebunden. Alles Dinge, die man Gott zuspricht, nicht jedoch dem Menschen.

Was bleibt, ist eine Art von Wahlfreiheit, in der man sich zwischen vorgelegten Gegebenheiten frei entscheiden kann. Problem ist hier nur, das selbst diese Art der Willensfreiheit nicht wirklich frei ist, da das Gehirn bereits vorher entscheidet, bevor das Bewusstsein es tut. Aus neurowissenschaftlicher Perspektive also gleiche Erkenntnis wie es die Bibel hervorbringt.

Interessant ist aber, ob man den Reiz und die Situation sich zunutze machen könnte, um Geistesentscheidungen so zu manipulieren, dass es eine Bewusstseinsentscheidung wird. Da ich hier etwas an mir selbst geforscht habe, halte ich dies für möglich.

LG.

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Ja

100% Ja, und wenn du etwas tiefer in die Materie religionshistorisch abtauchst, dann wirst du das, was zum Beispiel in der Bibel steht, bereits tausende Jahre früher schon in anderen Glaubensgemeinschaften und 1:1 Parallelen vom Fundament entdecken. Exklusiv, original und authentisch ist das Christentum gewiss nicht, da es viel zu jung ist. - Macht aber nichts, da die Lehren ja enthalten sind.

LG.

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Ja, die Schöpfungslehre gehört in den Unterricht

Das wäre meiner Meinung nach eine sehr gute und notwendige Idee. Wäre dafür! Als ich damals noch zur Schule ging, wurde sie noch behandelt.

LG.

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Natürlich kannst du als Christ Yoga machen. Erstens ist es für deine Gesundheit sehr gut und als Christ sollst du auf deine Gesundheit achten. Zweitens ist Yoga sehr spirituell und führt dich über die Meditation zum Beispiel näher zu Gott. Also absolut kein Problem. Ist schon lange bekannt, das Yoga nicht vom Teufel abstammt, wie man damals geglaubt hatte.

LG.

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andere Ansicht

Gott Vater als "vollkommene" eigenständige Wesenheit (Urgrund von allem) = Gott Sohn in der Form eines Menschen = Gott Geist als ätherische Wirkungskraft informiert durch Gott Vater.

Alles drei also der höchste Gott, aber ohne den Willen des Vaters als Urgrund weder Sohn noch Geist, da es sowohl für den Sohn und den Geist etwas vorausgegangen sein muß = Urgrund bei Gott Vater.

Alles eine Essenz, aber abhängig voneinander.

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Ja

Hi ... Vom Fundament und der Lehre her sind der Buddhismus und auch der Hinduismus tatsächlich friedlicher. Dies liegt daran, dass sie den Blick nach innen richten und auf einer spirituellen Ebene oft höher stehen als die abrahamitischen Religionen. Immer mehr Christen, selbst aus konservativen Kreisen, erkennen, dass Yoga und Meditation usw. nicht vom Teufel stammen, sondern sie näher zu Gott führen. Das gibt Anlass zum Optimismus, dass auch in diesen Traditionen irgendwann mal die Erkenntnis reifen wird, dass Ahimsa – im Christentum als Nächstenliebe verstanden, nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, sondern auch aktiv gelebt werden kann.

LG.

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Hi ... Bei mir primär aus Erfahrungswerten und gewonnener Erkenntnis. Ich möchte meine Überlegungen mal etwas strukturierter darstellen. Zunächst stellte sich für mich die grundlegende Frage, ob es Gott überhaupt gibt. Diese Frage entstand aus einem transzendenten Erlebnis, das ich in einer Lebenskrise hatte. Nach diesem Erlebnis suchte ich natürlich nach Gewissheit. Ich erlebte und verstand somit die Erfahrbarkeit Gottes. Also auf subjektiver Ebene.

Die zweite Frage, die sich mir stellte, betraf das Verständnis und den Umgang mit Gott. Unter den Millionen von Göttern, die verehrt werden, welcher ist der richtige, dem ich vertrauen kann? Und was bedeutet es überhaupt, von Gott zu sprechen? Diese Überlegungen führten mich philosophisch zu der Einsicht, dass nur der erste und höchste Gott als der einzig wahre betrachtet werden kann. Nur so ist Originalität und Authentizität in der Lehre gewährleistet. Daher war es für mich notwendig, religionshistorisch zu den Ursprüngen zurückzukehren, an denen man annimmt, dass Gott sich zum ersten Mal offenbarte. So stieß ich auf den Sanatana Dharma. Eines der ältesten Religionen, die es noch heute gibt mit einem ungeklärten Ursprung.

Da ich als Gläubiger ein Interesse an Theologie habe, verglich ich die Lehren des Sanatana Dharma mit denen des Christentums, da mir kulturell das Christentum nähersteht. Es dauerte nicht lange, bis ich erkannte, dass das Christentum in seinen fundamentalen Aspekten aus den Wurzeln des Sanatana Dharma schöpft. Diese Erkenntnis führte mich zu dem Entschluss, das Christentum anzunehmen. Da hier die Originalität und Authentizität halt erkennbar sind.  

Das dritte, das für mich wichtig wurde, ist die christliche Lehre und die Bibel. Wenn man mich fragt, antworte ich, dass die Bibel definitiv nicht das Wort Gottes ist, aber zweifellos das Wort Gottes enthält, da es Parallelen zur Urquelle gibt. Diese drei Aspekte reichen für mich aus und bestärken meinen Glauben. Ich bin überzeugt, im Christentum gut aufgehoben zu sein, basierend auf meinen Erfahrungen und logischen Erkenntnissen. Habe es auch in all den Jahren nicht bereut, mich dem Christentum und unserem Herrn Jesus angeschlossen zu haben.

LG.

 

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