Das ist ein hochkomplexes Thema und kann nicht mit ein zwei Sätzen geklärt werden. Aber ich will es mal versuchen.

  1. In Diktaturen legen die Herrschenden viel Wert darauf, dass die Jugend in ihrem Sinne ideologisch geprägt werden. Erzeihung ist also Macht und Kontrolle über die Denkweise der nächsten Generation. Praktisch alle Erziehenden in der Kindheit sind in Deutschland weiblich. Tendenz noch weiter steigend. Z.B. dadurch dass es immer mehr Alleinerziehende gibt und Männer durch eine Hysterisierung der Missbrauchsthematik aus diesen Rollen herausgedrängt werden
  2. Hinzu kommt, dass Frauen wählerischer bei der Partnerwahl sind als Männer. Das hat biologische Ursachen und lässt sich überall im Tierreich beobachten wenn das Weibchen einen größeren Pflegeaufwand hat. Männer müssen sich also mehr um eine Partnerin bemühen als umgekehrt. Daher wollen ja sogar die meisten Feministinnen umworben werden. Umgekehrt finden sie das eher selten. Das heißt der Mann versucht der Frau in den meisten Fällen mehr zu gefallen als umgekehrt. Außnahme ist das Aussehen. Aber dies ist eher ein passives Lockmittel, keine aktive Gefälligkeit gegenüber dem potentiellen Partner. Das führt dazu das nicht wenige Männer ihre Meinung und ihre Weltsicht der der Frau anpassen, damit sie ihr gefallen. Was wieder mehr Macht bedeutet. Es mag ja sein, dass mehr Männer z.B. in der Politik in Spitzenpositionen sitzen. Aber die werden sich hüten eine Politik umzusetzen die zur Folge hat, dass nachher der Haussegen schief hängt.
  3. Ein weiterer Punkt ist die Wahrnehmung. Frauen werden durchgängig als hilfloser und damit schützenswerter als Männer wahrgenommen. Daher erhalten Frauen bei den selben Problemen deutlich mehr Hilfe als Männer. Aktuelles Beispiel ist die Mutter aus Solingen die 5 ihrer Kinder getötet hat. Das Verständnis und Mitgefühl für die Frau ist ganz offensichtlich groß. Bei einem Mann der das selbe mit seinen Kindern tun würde, sähe die öffentliche Meinung ganz anders aus. Das kann man auch an den Selbstmordraten sehen. Männer begehen meist keine "Selbstmordversuche". Sie begehen Selbstmord. Frauen hingegen begehen meist nur "Selbstmordversuche". Offensichtlich genau aus oben genannten Gründen. Denn wer damit rechnen kann das mitleidige Helfer nach einer offensichtlich verzweifelten Tat erscheinen muss ja nicht bis zum Äußersten gehen. Männer in solchen Situationen wissen das sich keiner für sie interessiert und eher mit Hass und Unverständis zu rechnen haben.
  4. Dann noch das Geld. Ja Frauen verdienen tendenziell weniger Geld auf dem Arbeitsmarkt. Aber man darf nicht vergessen, dass Geld nur ein Mittel zum Zweck ist. Nämlich das der Bedürfnisbefriedigung. Also z.B. das Bedürfnis nach sozialen Kontakten, oder das nach den anderen Grundbedürfnissen. Diese Bedürfnisse können aber nicht nur mittels ökonomischen Kapitals (also Geld), sondern auch mit den anderen Kapitalformen erworben werden. Dazu zählen z.B auch das soziale Kapital. Also wie sehr du jemanden kennst der bereit ist dich zu unterstützen und dir zu helfen oder auch dir ökonomisches Kapital zur Verfügung zu stellen. Das kann Familie sein, aber auch ein Mann der bereit ist die Frau mit Geld zu umwerben. Evtl. sogar einen Großteil seines Einkommens mit der Frau zu teilen. Hier sind wir also wieder bei Punkt 2. Die wenigsten Frauen kommen auf die Idee einem Mann der sich Zuhause um die Kinder und den Haushalt kümmern über die Hälfte des Einkommens abzugeben.
  5. da unsere Kultur männliches Verhalten kritischer sieht als weibliches ist z.B. das gesamte Sexualstrafrecht nahezu ausschließlich auf Männer ausgerichtet. Etwas ähnliches gibt es für Frauen nicht. Hier sehen wir eher eine umfangreiche Entkriminalisierung wie beim Unterschieben eines Kickuckskindes oder der Abtreibung die ja de fakto ja die Tötung menschlichen Lebens ist. Selbst bei der Tötung eigener geborender Kinder werden Frauen deutlich milder bestraft als ein Vater der das selbe täte. Eine Folge davon ist, dass in deutschen Gefängnissen 20 mal mehr männliche Insassen sitzen als weibliche.
  6. Es stimmt zwar dass mehr Männer in Führungspositionen sitzen als Frauen. Aber zum einen profitieren auch Frauen z.B. durch Heirat von diesem mehr an Macht und Geld. Zum anderen sind es nur ein kleiner Teil der Männer die in solchen Positionen sind. Das wäre ein Arguement für ein Patriarchat, aber nur wenn diese Männer mit den anderen ärmeren Männern solidarischer wären als mit ihren Frauen oder den Frauen insgesamt. Sie können in der Politik und in den großen Medienverlagen eher das Gegenteil beobachten.
  7. Die Soziologie und Kriminologie ist sich darüber einig, dass Armut und die geringere Möglichkeit der Bedürfnisbefriedigung eines der Hauptgründe dafür ist, warum z.B. Menschen mit Migrationshintergrund die je tendenziell ärmer sind als Einheimische, häufiger Straftaten begehen. Auf die Idee, dass der gleiche Mechanismus auch bei Männern zu einer höheren Rate an Straftaten führt kommen sie jedoch offensichtlich nicht. Zumindest habe ich dazu noch keine objektive Analyse zu gefunden. Denn dazu müsste man erstmal auf die Idee kommen, dass eigentlich der Mann das benachteiligte Geschlecht in unserer Gesellschaft ist.

Es gibt natürlich auch kein Matriarchat. Genauso wenig wie ein Patriarchat. Lediglich matriarchale und patriarchale Strukturen die parellel existieren. In Deutschland dominieren aber aus meiner Sicht ganz klar die matriarchalen Strukturen.

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