Hallo,

erst einmal möchte ich dich auf folgende Antwort hinweisen, die ich hier vor nicht allzu langer Zeit gegeben habe:

https://www.gutefrage.net/frage/latein-versanalyse-2#answer-545709146

Dort findest du bereits eine Antwort auf deine Frage nach den Regeln: Auch die Kombinationen fr und fl können als Muta cum Liquida gezählt werden. Daher können sie zwar positionslängenbildend wirken, müssen es aber nicht.

Dann zu mihi: Das Wort mihi hat eine jambische Grundstruktur (= Kürze + Länge). Solche jambischen Wörter können, vor allem wenn sie auf Vokal enden, oft als Doppelkürze gemessen werden. Das nennt man Jambenkürzung. Diese Jambemkürzung findest du häufig bei den Dativen mihi, tibi und sibi, bei nihil und bei Verbformen in der 1.Pers.Sg.Ind.Präs.Akt.

Dass bei conviva die Silbe con- positionslang ist, erkennst du an den folgenden -nv-. Das fre- vor -quens ist kurz, da qu als einfacher Konsonant gemessen wird!

Bei den Gen.Pl.-Endungen -orum und -arum der o- bzw. a-Deklination ist das -o- bzw- -a- immer naturlang!

Hoffe, das hilft dir weiter und erklärt, welche Regeln sich hier verbergen!

LG

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Hallo,

deine Frage zeigt, dass du das PC immer noch nicht ganz verstanden hast: Das PC ist eine satzwertige Konstruktion, aber selbst KEIN Satz (weder Haupt- noch Nebensatz).

Ich vermute jetzt einfach mal, dass du wissen wolltest, ob das Bezugswort des PC zum ÜBERGEORDNETEN (dieser kann ein Hauptsatz oder ein Nebensatz sein) Satz gehört. Dann lautet die Antwort: Ja! Das Bezugswort des Partizips ist nämlich beim PC gleichzeitig ein Satzglied des satzes, in dem es steht.

Das Partizip und dessen Erweiterungen gehören allerdings genauso zum übergeordneten Satz, doch kannst du die fürs Übersetzen erst einmal ausklammern und später - zum Beispiel als Relativsatz - einfügen.

Deine Frage wäre übrigens deutlich leichter zu beantworten, wenn du einen konkreten Beispielsatz (und zwar vollständig!) hinzufügen würdest.

Hoffe, das hilft dir weiter.

LG

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Hallo,

du wirfst offensichtlich ein paar Begriffe durcheinander: Partizipien sind PPA (Partizip Präsens Aktiv) und PPP (Partizip Perfekt Passiv). Wenn von Partizipien die Rede ist, sind nur PPA oder PPP gemeint [später lernst du vielleicht noch das PFA = Partizip Futur Aktiv kennen]. Davon unterscheiden musst du die beiden satzwertigen Partizipialkonstruktionen PC (= participium coniunctum) und abl.abs. (= ablativus absolutus).

Beim PC und abl.abs. findest du zum Partizip ein passendes Bezugswort in KNG-Kongruenz. Achtung! Steht ein Partizip im Nominativ ist das Bezugswort das Subjekt, dann kann das Bezugswort in der Personalendung des Verbs versteckt sein!

Meistens stehen Partizip und Bezugswort gar nicht unmittelbar zusammen, sondern bilden einen Rahmen. Wenn dem so ist, sind die Wörter in dem Rahmen in der Regel Erweiterungen des Partizips.

Um einen Satz mit PC zu übersetzen, klammert man oft zuerst das Partizip und dessen Erweiterungen aus, übersetzt dann den Satz und fügt das Partizip und seine Erweiterungen sinnvoll ein (z.B. als Relativsatz oder als Adverbialsatz). Einen abl.abs. kann man zuerst ganz ausklammern und dann in den Satz einfügen.

Bei deinem Beispiel ist "territi" ein PPP. Dessen Bezugswort in KNG-Kongruenz ist "[h]omines". "e somno" gehört als Ergänzung inhaltlich zum Partizip.

Die gesamte Wortgruppe "e somno territi" ist ein PC. Ohne den Restsatz kannst du das wie folgt übersetzen:

die Menschen, die aus dem Schlaf geschreckt worden sind/waren, ....

Hoffe, das macht dir das Ganze etwas klarer.

LG

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Kann jemand über die Lateinübersetzung schauen (ars amatoria)?

Originaltext: https://www.gottwein.de/Lat/ov/ars1.php

Auch Gastmähler geben Gelegenheiten mit ihren aufgestellten Tischen: Es gibt irgendetwas außer Wein, wonach du streben kannst.

Der purpurne Amor drückt dort oft die sprießenden Hörner des aufgestellten Bacchus mit seinen zärtlichen Händen.

Immer wenn Wein dort die durstigen Flügel des Cupidus (Armor) besprengt, bleibt er dann und bleibt schwerfällig an diesen Platz stehen.

Jener schüttelt zwar geschwind die feuchten Flügel aus, aber dennoch schadet es , wenn dei Prust von Liebe(Wein) benetzt ist.

Wein bereitet unsere Geister vor und macht sie für die warmen Gluten bereit. Die Sorgen fliehen und lösen sich durch vielen reinen Wein auf.

Dann kommt das Gelächter, dann nimmt der Arme die Hörner, dann verschwinden der Schmerz und die Sorge und das Runzeln der Stirn.

Dann öffnet unseren Geistern eine seit Ewigkeiten sehr seltene Gelegenheit, während der Gott alle Ränge gleich macht.

Dort haben die Mädchen oft die Sinne der jungen Männer geraubt, auch Venus war im wein und Feuer war im Feuer.

Glaube hier nicht an der täuschenden Öllampe allzu sehr: Die Schönheit und die Nacht und der reine Wein verhindern ein Urteil.

Paris beobachtete die Göttinnen unter freien Himmel, bevor er szu Venus "Du besiegst beide" sagte.

Nachts sind Schönheitsfehler verborgen, jedem Fehler wird verziehen, jede Stunde macht jene umso schöner.

Frage den Tag nach Edelsteinen, über purpurne Wollo, ihr Gesicht und ihren Körper.

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Hallo, deine Übersetzung hatte noch einige Fehler und war auch an einigen Stellen m.E. noch zu frei. Ich habe deine Sätze verbessert und einige Kommentare eingefügt. Damit du das leichter durchschauen kannst, habe ich zuerst jedes Distichon des Originaltexts eingefügt und dann die jeweils korrigierte Übersetzung (Eine Darstellung, die auch bei deiner Frage wünschenswert gewesen wäre, denn so hättest du es mir oder anderen leichter gemacht, deine Übersetzung zu kontrollieren ...)

Dant etiam positis aditum convivia mensis: Est aliquid praeter vina, quod inde petas.

Auch Feste geben an ihren gedeckten Tischen Zugang: Es gibt etwas außer Wein, wonach du dort suchen kannst.

Saepe illic positi teneris adducta lacertis Purpureus Bacchi cornua pressit Amor:

Der purpurne Amor hat dort oft die Hörner (= Henkel) des aufgestellten Bacchus (= Weines, hier: Weinkrugs) mit seinen zarten Armen an sich gezogen (= adducta) und festgehalten (= [nieder-]gedrückt) .

Vinaque cum bibulas sparsere Cupidinis alas, Permanet et capto stat gravis ille loco.

Wenn der Wein die durstigen Flügel Cupidos benetzt hat, bleibt dieser (jener würde sich im Deutschen auf Wein beziehen!) und steht fest (schwerfällig passt nicht!) an dem Platz, den er eingenommen hat.

Ille quidem pennas velociter excutit udas: Sed tamen et spargi pectus amore nocet.

Jener (einfacher: Er) schüttelt zwar geschwind die feuchten Federn aus, aber dennoch schadet es auch, sich die Brust von Liebe benetzen zu lassen.

Vina parant animos faciuntque caloribus aptos: Cura fugit multo diluiturque mero.

Wein bereitet unsere Geister vor und macht sie für die warmen Gluten bereit. Die Sorgen fliehen und werden durch vielen reinen Wein weggespült.

Tunc veniunt risus, tum pauper cornua sumit, Tum dolor et curae rugaque frontis abit.

Dann kommt das Gelächter, dann ergreift der Arme die Hörner (= dann wird der Arme mutig – vgl. den Stier bei den Hörnern packen), dann verschwinden der Schmerz und die Sorge und das Runzeln der Stirn (oder freier: dann verschwinden Schmerz und Sorgenfalten auf der Stirn).

Tunc aperit mentes aevo rarissima nostro Simplicitas, artes excutiente deo.

Dann öffnet eine in unserem Zeitalter höchst seltene Einfachheit (simplicitas bedeutet Einfachheit, nicht Gelegenheit!) unsere Herzen, während der Gott alle Künstlichkeit (= wörtlich: Künste) vertreibt.

Illic saepe animos iuvenum rapuere puellae, Et Venus in vinis ignis in igne fuit.

Dort haben Mädchen oft die Herzen junger Männer geraubt, und Venus im Wein war Feuer im Feuer.

Hic tu fallaci nimium ne crede lucernae: Iudicio formae noxque merumque nocent.

Glaube hier der trügerischen Öllampe nicht allzu sehr: Dem Urteil über die Schönheit (formae ist Genitiv, nicht Nominativ!) schaden der reine Wein und die Nacht.

Luce deas caeloque Paris spectavit aperto, Cum dixit Veneri 'vincis utramque, Venus.'

Paris schaute (beobachten passt hier nicht) die Göttinnen unter freiem Himmel an, als (nicht: bevor!) er zu Venus sagte: "Du besiegst beide, Venus."

Nocte latent mendae, vitioque ignoscitur omni, Horaque formosam quamlibet illa facit.

Nachts sind Schönheitsfehler verborgen, jedem Fehler wird verziehen, und jene Stunde (hora ... illa gehören zusammen) macht jede Beliebige schön (kein Komparativ!).

Consule de gemmis, de tincta murice lana, Consule de facie corporibusque diem.

Frage den Tag nach Edelsteinen, nach mit Purpur gefärbter Wolle, nach ihrem Gesicht und nach ihrem Körper.

So, mit dieser Übersetzung solltest du und dein*e Lateinlehrer*in glücklich sein!

LG

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Hallo,

meine Antwort: Nichts! Warum? Ich kann die Albaner*innen, die ich kenne, an drei Händen abzählen, glaube aber nicht, dass das rechtfertigt, ein Urteil über alle Albaner*innen zu fällen ....

Ich versuche möglichst nicht in Schubladen zu denken und halte solche Fragen daher grundsätzlich für heikel, da genau so ein Denken die Gefahr birgt, Menschen viel zu schnell vorzuverurteilen.

Ich hoffe, dass du selbst Menschen nicht nach dem Motto "Kennst du einen, kennst du alle." bewertest!

LG

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Die Abkürzung "DACH" beruht auf den Nationalitätszeichen der drei Länder. "DOES" wäre recht umständlich - warum nicht einfach "DÖS"?

Da die Nationalitätszeichen international gelten, ist so viel leichter erkennbar, dass es sich um Deutschland, Österreich und die Schweiz handelt! Die Ersetzung Ö = OE würde die Abkürzung nur unnötig untransparent machen ...

LG

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Hallo,

hier eine handschriftliche Rechnung, die dir helfen sollte, nicht nur zu zeigen, dass sich nach ca. 5,5 km der Luftdruck halbiert hat, sondern auch zu zeigen, warum sich der Luftdruck jeweils nach ca. weiteren 5,5 km weiter halbiert. Bei diesem Ansatz benötigst du keine Logarithmen, sondern lediglich die Potenzgesetze:

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Hoffe, du wirst da schlau raus!

LG

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Hallo,

hier ein kleiner Leitfaden zur Analyse erzählender Texte:

Bild zum Beitrag

Bei einer dystopian novel solltest du auch darauf eingehen, woraus klar wird, dass der Roman in einer dystopischen Welt spielt!

Eine Analyse des Settings (Ort/Zeit) ist hier unbedingt empfehlenswert! Auch könnte ich mir gut vorstellen, dass die Atmosphäre in dem Auszug bedrohlich, bedrückend bzw. unheilsvoll wirkt - auch das solltest du dann in deiner Analyse erwähnen. Hierbei ist es sinnvoll, darauf einzugehen, wie sich die Atmosphäre auf die Gefühlslage der Figuren auswirkt. Mit Hinblick auf sprachliche / rhetorische Mittel bzw. Stilmittel, rate ich dir, besonders auf figurative language / imagery (= bildhafte Sprache) zu achten [typische Mittel: metaphor, simile, personification, synesthesia, hyperbole, litotes, onomatopoeia].

Hoffe, das hilft dir weiter.

LG

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Hast du schon mal versucht, chatGPT dafür zu nutzen? gerade in solchen Fällen kann die KI hier sehr hilfreich sein. Und wenn chatGPT einen Vorschlag ausspuckt, der dir nicht gefällt, kannst du einfach um Alternativvorschläge bitten. Du kannst aber auch zum Beispiel darum bitten, dass du Wörter, die du nicht kennst, erklärt bekommst oder dass chatGPT Sätze einfacher formuliert. Probier es mal aus!

LG

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Wenn du eine Bitte mit "Will you ..." formulierst, könnte der Eindruck entsehen, dass du genervt bist, da damit vor allem energische Aufforderungen formuliert werden. Zum Beispiel entspricht "Will you stop talking, please?" etwa "Hättest du mal bitte die Güte, aufzuhören zu reden?" Ein "please" mildert das zwar etwas ab, doch solltest du lieber "Would" oder "Could" oder auch "Can" verwenden. Ein "please" schadet jedenfalls nie!

LG

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Hallo,

am besten ist es, wenn du versuchst, das, was du sagen willst, mit dem Wortschatz zu umschreiben, den ihr bereits offiziell kennengelernt habt. Zum Beispiel: Parfois, je n'aime pas mon petit frère parce qu'il ...

Ansonsten könntest du sagen:

Il m'énerve. / Il m'agace. / Il m'embête. / Il m'irrite. = Er nervt mich. / Er regt mich auf.

C'est un enquiquineur. / C'est un casse-pieds. = Er ist eine Nervensäge.

Tatsächlich gibt es sehr viele Möglichkeiten, das auszudrücken - ähnlich wie im Deutschen (Er geht mir auf die Nerven / den Senkel / den Wecker / die Eier ... - er nervt mich / reizt mich / macht mich wütend / stört mich etc.)

LG

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Hallo,

wenn du einen deiner Versuche hier mal postest, bin ich gerne dazu bereit, darüber zu schauen und Verbesserungen und Korrekturen vorzunehmen. Allerdings möchte ich dir nicht die komplette Arbeit abnehmen - was auch deswegen schwer ist, da ich ja gar nicht weiß, welche Wörter und welche Grammatik du bereits gelernt hast. Was nützt dir zum Beispiel ein Dialog, in dem du 50% der Wörter nicht verstehst?

Und dein*e Lehrer*in dürfte es auch höchst seltsam finden, wenn jemand, der/die sonst in Französisch nicht zu den Besten gehört, plötzlich einen super Dialog präsentiert ...

Mit welchem Lehrbuch arbeitet ihr denn eigentlich in der Schule? Und bei welcher Lektion seid ihr gerade?

LG

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Hallo,

ich kann zwar deinen Gedankengang nachvollziehen, aber du stellst dir die Dinge viel zu einfach vor ...

a) "lateinische und davon abgeleitete Sprachen": Also aus dem Lateinischen sind die romanischen Sprachen (Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Katalanisch, Rumänisch, Galizisch, Sardisch ...) hervorgegangen, doch finden sich in den lateinischen Tochtersprachen jeweils weitere unterschiedliche Einflüsse anderer Sprachen (z.B. viele arabische Wörter im Spanischen und Portugiesischen, starker slawischer Einfluss im Rumänischen ...). Latein kann übrigens sehr hilfreich sein, wenn du eine dieser Sprachen lernen willst - und zwar nicht nur wegen der Schrift, sondern auch mit Hinblick auf den Wörtschatz und die Konjugation der Verben ...

Nachdem ich aber gerade einen Kommentar von dir gelesen habe, scheint es dir nur um das lateinische Alphabet zu gehen. Das hilft dir zwar, wenn du eine Sprache lernst, die ebenfalls mit lateinischen Buchstaben geschrieben wird - aber nur wenig. In den meisten Sprachen, die das lateinische Alphabet verwenden gibt es zahlreiche Sonderzeichen (z.B. im Deutschen ä, ö, ü und ß) und die Aussprache der Buchstaben ist auch nicht überall gleich. Das kannst du dir schon am Deutschen bewusst machen, so kann "c" mal [ts]-Laut sein wie in Acerola, mal ein [k]-Laut wie in Clown, mal ein [s]-Laut wie in Fleece. Daneben findest du es in der Kombination "ch" um den ch-Laut wie in ach oder ich wiederzugeben [die übrigens zwei unterschiedliche Laute sind ...], aber auch in Wörtern, wo das "ch" mal als [k] wie in Chamäleon, mal als "sch" wie in Champignon und mal als "tsch" wie in Quechua gesprochen wird ... Im Umgarischen wird zum Beispiel der Buchstabe "s" immer als "sch" gesprochen, während die Kombination "sz" einem deutschen "ss/ß" und "z" dem deutschen stimmhaften, summenden s-Laut wie in Hase entspricht ... Oder wenn du denkst, du könnest vietnamesische Wörter korrekt aussprechen, weil dort die lateinische Schrift verwendet wird, liegst du ebenfalls nicht richtig, denn auf den Vokalen stehen jeweils sogenannte diakritische Zeichen, die dir anzeigen, in welchem Ton ein Wort auszusprechen ist. Wenn du ein Wort mit dem falschen Ton aussprichst, bedeutet es unter Umständen etwas ganz Anderes als du vielleicht beabsichtigt hast ...

Wenn du sagst, das Russiche habe sich dem lateinischen angenähert, ist das ebenfalls nicht richitg: Das kyrillische Alphabet geht nämlich auf das griechische zurück, nicht auf das lateinische. Dazu kommen noch ein paar Buchstaben, die es weder im Griechischen noch im Lateinischen gibt. Überhaupt solltest du das kyrillische Alphabet nicht so schnell abtun, denn sehr viele Sprachen werden mit dem kyrillischen Alphabet geschrieben (z.B. Tschtschenisch, Mongolisch, Kasachisch, Ukrainisch, Serbisch oder Bulgarisch) - wobei auch hier wieder einzelne Sprachen weitere Sonderzeichen oder Buchstaben verwenden, um Laute zu schreiben, die es zum Beispiel im Russichen nicht gibt - also ähnlich wie die Varianten des lateinischen Alphabets ...

Und die Indien gesprochenen Sprachen wie Hindi, Marathi, Punjabi, Tamil oder Malayalam verwenden wieder ganz andere Schriftzeichen. Überhaupt verwenden viele Sprachen ganz eigene Alphabete oder Silbenschriften, zum Beispiel Armenisch, Georgisch, Thailändisch, Amharisch, Hebräisch oder Khmer.

b) Arabisch: In den Ländern, in denen heute Arabisch gesprochen wird, hat sich die Umgangssprache soweit vom klassischen Arabischen entfernt, dass es eigentlich sinnvoller ist, von verscheidenen arabischen Sprachen (nicht Dialekte, wirklich Sprachen!) zu sprechen.

c) Spanisch: zwar ist in den meisten mittel- und südamerikanischen Ländern Spanisch eine offizielle Landessprache, du vergisst dabei aber z.B. Brasilien - wo Portugiesisch gesprochen wird.

d) Mandarin: Hilft dir eigentlich nur in China - und auch da nicht überall - weiter. Die chinesische Schrift wird allerdings nicht nur zum Schreiben von Mandarin verwendet, sondern auch z.B. fürs Hakka oder Kantonesische. Auch Koreanisch wurde früher mit chinesischen Schriftzeichen geschrieben und manchmal findet man diese noch heute - allerdings eher aus traditionellen Gründen, denn das Koreanische hat seit fast 600 Jehren eine eigene Schrift. Und zum Lernen von Japanisch helfen dir chinesische Schriftzeichen auch nur bedingt weiter, denn zum einen werden die chinesischen Schriftzeichen, die dort verwendet werden, in der Regel anders als im Chinesischen ausgesprochen und dazu kommen im Japanischen noch zwei weitere Silbenalphabete, die du ebenfalls lernen musst, wenn du Japanisch lesen oder schreiben willst.

Ich hoffe, dass dir jetzt klar ist, dass die Beherrschung des lateinischen Alphabets und dazu der arabischen und chinesichen Schriftzeichen alleine nicht viel bringt - zumindestens nicht so viel, wie du es dir anscheinend vorstellst.

Andrerseits sind einige Sprachen in so vielen Ländern offizielle Sprachen (und werden außerdem, in vielen weiteren Ländern gelernt), dass du dich, wenn du diese beherrscht mit diesen in einem Großteil der Welt verständigen kannst. Das beste Beispiel ist hier wohl Englisch, dass nicht nur von gut 400 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen wird, sondern auch in so vielen Ländern als Zweitsprache gelernt wird, dass du dich damit theoretisch mit einem guten Fünftel aller Menschen weltweit verständigen kannst.

Wenn du gerne eine Liste der meistgesprochenen Sprachen haben möchtest, schau einfach mal in diesen Wikipedia-Artikel: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_meistgesprochenen_Sprachen.

Und um zum Schluss zu kommen: In einem Großteil der Welt dürftest du sprachlich zurechtkommen, wenn du folgende Sprachen lernst: Englisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Russisch, Mandarin, Indonesisch, Swahili, Arabisch, Hindi, Deutsch und dazu vielleicht noch Tamilisch, Türkisch, Japanisch, Persisch, Vietnamesisch und Hausa.

Dadurch kannst du dann auch schnell andere Sprachen, die mit diesen verwandt sind, lernen.

LG

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Hallo,

weißt du denn von welchem Autor der Text sein wird, den ihr bekommt? Ohne diese Information helfen die Vokabeln nicht wirklich weiter ... Habt ihr vielleicht zuletzt Fabeln von Phädrus gelesen ? Wenn nicht, sag bitte, von welchen Autoren ihr denn bisher Originaltexte gelesen habt.

LG

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30

Hallo,

hättest du gefragt, wie viele Buchstaben das deutsche Alphabet hat, wäre die Antwort natürlich 26. Aber da es im Deutschen noch die Umlaute gibt und das ß, kommen wir halt auf 30 Buchstaben. Natürlich mögen jetzt manche sagen, dass die Umlaute auch als ae, oe oder ue geschrieben werden können, allerdings finde ich diese Ersetzung eher suboptimal - besonders wenn es sich um Wörter handelt, zu denen es kein Grundwort ohne Trema (= die Pünktchen auf den Umlauten) gibt, wie zum Beispiel bei Bär, März, für und schön. Andrerseits könnte man jetzt als Schweizer*in argumentieren, dass das ß kein regulärer Buchstabe der deutschen Sprache ist, da in der Schweiz in der Regel ss geschrieben wird. Ich persönlich fände es durchaus sinnvoll, die Umlaute auch als offizielle Buchstaben ins Alphabet aufzunehmen - ähnlich wie es z.B. Schwedisch, Dänisch und Norwegisch machen. Auch im Ungarischen und im Türkischen sind ü und ö reguläre Buchstaben im Alphabet, im Finnischen ä und ö.

LG

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Welches dieser 100 literarischen Werke sollte man lesen?

Habe mir "Klassiker der Welt" runtergeladen. 100 Werke der Weltliteratur.

Welches Werk dieser Liste ist ein absolutes Muss eurer Meinung nach? Gerne auch Top 3 nennen.

1 Anonym: Gilgamesch-Epos #

2 Homer: Ilias, Odyssee #

3 Äsop: Fabelsammlung #

4 Caesar, Gaius Iulius: Der gallische Krieg #

5 Vergil: Aeneis #

6 Ovid: Metamorphosen #

7 Tacitus, Publius Cornelius: Germania #

8 Augustinus, Aurelius: Bekenntnisse #

9 Herodot: Historien ?

10 Anonym: Beowulf #

11 Murasaki Shikibu: Die Geschichte vom Prinzen Genji ? engl.

12 Anonym: Tausendundeine Nacht #

13 Anonym: Nibelungenlied #

14 Gottfried von Straßburg: Tristan #

15 Wolfram von Eschenbach: Parzival #

16 Chaucer, Geoffrey: Die Canterbury-Erzählungen #

17 Dante Alighieri: Die göttliche Komödie #

18 Boccaccio, Giovanni: Das Dekameron #

19 Brant, Sebastian: Das Narrenschiff #

20 Machiavelli, Niccolo: Der Fürst #

21 More, Thomas: Utopia #

22 Rabelais, Francois: Gargantua und Pantagruel #

23 Cervantes Saavedra, Miguel de: Don Quijote #

24 Grimmelshausen: Der Abentheurliche Simplicissimus Teutsch #

25 Hobbes, Thomas: Leviathan ? engl.

26 Fielding, Henry: Die Geschichte des Tom Jones, eines Findlings #

27 Voltaire: Candide #

28 Sterne, Laurence: Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman #

29 Rousseau, Jean-Jacques: Emile oder Über die Erziehung #

30 Kant, Immanuel: Kritik der reinen Vernunft #

31 Goethe, Johann Wolfgang von: Die Leiden des jungen Werthers #

32 Bürger, Gottfried August: Münchhausen #

33 Defoe, Daniel: Robinson Crusoe #

34 Swift, Jonathan: Gullivers Reisen #

35 Goethe, Johann Wolfgang von: Die Wahlverwandtschaften #

36 Kleist, Heinrich von: Michael Kohlhaas #

37 Arnim, Achim von/Brentano, Clemens: Des Knaben Wunderhorn #

38 Grimm, Jacob und Wilhelm: Kinder- und Hausmärchen #

39 Austen, Jane: Stolz und Vorurteil #

40 Eichendorff, Joseph Freiherr von: Aus dem Leben eines Taugenichts #

41 Andersen, Hans Christian: Märchen #

42 Gogol, Nikolai: Tote Seelen #

43 Balzac, Honore de: Verlorene Illusionen, Glanz und Elend der Kurtisanen ##

44 Bronte, Charlotte: Jane Eyre #

45 Bronte, Emily: Die Sturmhöhe #

46 Hugo, Victor: Die Elenden #

47 Heine, Heinrich: Buch der Lieder, Deutschland. Ein Wintermärchen ##

48 Büchner, Georg: Lenz #

49 Droste-Hülshoff, Annette von: Die Judenbuche #

50 Melville, Herman: Moby Dick oder Der weiße Wal #

51 Beecher Stowe, Harriett: Onkel Toms Hütte #

52 Keller, Gottfried: Der grüne Heinrich #

53 Dickens, Charles: Große Erwartungen #

54 Dostojewski, Fjodor: Der Idiot #

55 Tolstoi, Lew: Krieg und Frieden #

56 Mark Twain: Tom Sawyers Abenteuer #

57 Storm, Theodor: Der Schimmelreiter #

58 Wilde, Oscar: Das Bildnis des Dorian Gray #

59 Lagerlöf, Selma: Gösta Berling, Nils Holgersson ##

60 Fontane, Theodor: Effi Briest #

61 Mann, Thomas: Buddenbrooks, Der Zauberberg ##

62 Proust, Marcel: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit #

63 Joyce, James: Ulysses #

64 Babel, Isaak: Die Reiterarmee ? PDF

65 Fitzgerald, Francis Scott: Der große Gatsby #

66 Kafka, Franz: Der Prozess, Das Schloss ##

67 Woolf, Virginia: Mrs. Dalloway #

68 Hesse, Hermann: Der Steppenwolf, Das Glasperlenspiel ##

69 Döblin, Alfred: Berlin Alexanderplatz #

70 Remarque, Erich Maria: Im Westen nichts Neues #

71 Roth, Joseph: Hiob, Radetzkymarsch ##

72 Traven, B.: Das Totenschiff #

73 Fallada, Hans: Kleiner Mann - was nun? #

74 Mann, Klaus: Mephisto #

75 Steinbeck, John: Früchte des Zorns #

76 Orwell, George: Farm der Tiere #

77 Machfus, Nagib: Die Midaq-Gasse ? engl.

78 Camus, Albert: Die Pest #

79 Greene, Graham: Der dritte Mann #

80 Dürrenmatt, Friedrich: Der Richter und sein Henker #

81 Nabokov, Vladimir: Lolita #

82 Tomasi di Lampedusa, Giuseppe: Der Leopard #

83 Frisch, Max: Homo Faber #

84 Aitmatow, Tschingis: Dshamilja #

85 Grass, Günter: Die Blechtrommel #

86 Solschenizyn, Alexander: Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch #

87 Wolf, Christa: Der geteilte Himmel #

88 Bulgakow, Michail: Der Meister und Margarita #

89 Marquez, Gabriel Garcia : Hundertjahre Einsamkeit #

90 Lenz, Siegfried: Deutschstunde #

91 Kertesz, Imre: Roman eines Schicksallosen #

92 Walser, Martin: Ein fliehendes Pferd #

93 Eco, Umberto: Der Name der Rose #

94 Jelinek, Elfriede: Die Klavierspielerin #

95 Kundera, Milan: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins #

96 Morrison, Toni: Menschenkind #

97 Vargas Llosa, Mario: Das Fest des Ziegenbocks #

98 Pamuk, Orhan: Schnee #

99 Müller, Herta: Atemschaukel #

100 Roy, Arundhati - Der Gott der kleinen Dinge

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Hallo,

da die Liste wenig überraschend viele lesenswerte Werke enthält, von denen ich rund 20 bereits gelesen habe und weitere 50 - 60 in Auszügen kenne, formuliere ich die Frage mal etwas um: Wenn ich mich entscheiden müsste, welche drei dieser Bücher ich mit auf eine einsame Insel nehmen würde, wären das wohl Kafka, Hesse und Ovid.

"Aus den Leben eines Taugenichts" war für mich persönlich eines der langweiligsten Bücher, die ich je gelesen habe und mit Augustinus' sagen wir mal religiöser Begeisterung tue ich mich schwer ....

Auf meiner Bucket-List stehen "Ulysses", "Berlin Alexanderplatz" und "Don Quijote"

In meiner Top 100 würde auf jeden Fall auch Sartre zu finden sein, dazu Frédéric Begbeider "99 francs (14,99€)" und Choderlos de Laclos "Les liaisons dangereuses" [Deutsch: Gefährliche Liebschaften]

LG

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Hallo,

zu Aufgabe 4: Du musst nur schauen, ob in den Sätzen eine Form von "esse" steht. Wenn ja, Kreuzchen rechts, wenn nein, Kreuzchen links ...

zu Aufgabe 5a: Hast du schon die genannte Seite 183 angeschaut? Da sollte beschrieben sein, was du machen musst ...

Aber als kleine Hilfe: Habe für dich die Klammern gesetzt und bei 5b den Anfangsbuchstaben des jeweils richtigen Partizips eingesetzt:

Bild zum Beitrag

Außerdem gebe ich dir als Hilfe die Übersetzung der Sätze aus 5a - allerdings ohne das Partizip und dessen Erweiterungen (sprich: das, was in Klammern steht). Versuche diese Teile selbst zu übersetzen und in den Satz einzufügen, da es wichtig ist, dass du den Umgang mit erweiterten Partizipien bzw. dem PC beherrscht, denn das ist eine grundlegend wichtige lateinische Konstruktion, die dich ab jetzt ständig begleiten wird!

Die Übersetzung von 5a OHNE PC: 1. Der Minotaurus tötete und verschlang die Jugendlichen. 2. Aber Theseus wollte die Menschen von dem Ungeheuer befreien. 3. Ariadne, die Königstochter, half Theseus und gab ihm ein Schwert und einen Faden.

So, das sollte dir schon einmal weiterhelfen.

LG

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Hallo,

die Wahl von infinitive oder gerund nach try ist keine Frage einer logischen Reihenfolge. Hier geht es allein um Semantik:

try doing = etwas ausprobieren (z.B. als Empfehlung oder Vorschlag) - die empfohlene Handlung ist prinzipiell durchführbar und in der Regel nicht mit Schwierigkeiten verbunden

try to do = etwas versuchen, sich bemühen (impliziert in der Regel eine gewisse Anstrengung von seiten der Person, die etwas versucht) - ob der Versuch gelingt oder nicht, ist offen

Zu deiner Erklärung mit den candies:

Wenn ich dich husten höre und dir empfehle, ein Hustenbonbon zu lutschen, ist das eine auf Erfahrung basierende Empfehlung: Hustenbonbons können Hustenreiz lindern. Das Lutschen eines Hustenbonbons ist für die meisten Menschen unproblematisch und ohne Mühe durchführbar. "try to have a cough drop" würde nahelegen, dass es sich um etwas handelt, das schwierig ist, vielleicht mehrerer Anläufe bedarf und unter Umständen nicht funktioniert.

Wenn ich dich husten höre und dir empfehle, ein Hustenbonbon zu lutschen, obwohl ich weiß, dass du das nicht darfst oder aus gesundheitlichen Gründen nicht kannst, dann ist das keine Frage der Logik, sondern schlicht und einfach gemein.

LG

PS: "try walking in my shoes" wird wohl fast jeder als metaphorisch verstehen = "versetz dich mal in meine Lage" ; "try to walk in my shoes" dagegen wird wohl jeder als wortwörtliche Aufforderung verstehen, jemandes Schuhe anzuziehen, um zu testen, ob man darauf oder darin laufen kann.

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