Handwerksausbildung nach BWL-Studium?

3 Antworten

Nun würd ich gern morgens bis mittags in einem Bürojob arbeiten (Buchhaltung z.B.) und nach Feierabend dann meine handwerkliche Ausbildung machen.
Ist das Möglich wegen den Arbeitszeiten?

Nein, darauf wird sich kein Handwerksbetrieb einlassen. Mal eben so nebenbei eine Handwerksausbildung zu machen ist nicht möglich. Dss ist ungefähr so wie halb verheiratet sein wollen. Entweder ganz oder gar nicht! Außerdem heißt Handwerk i.d.R. auch körperliche Arbeit. Das sollte man nicht unterschätzen!

Du musst trotz Studium, eine reguläre Ausbildung machen. Das heißt Morgens in den Betrieb kommen sowie auch die Berufsschule und Lehrgänge besuchen, die oftmals mehrere Wochen dauern. Das lässt sich nicht mit einem anderen Vollzeit-Job vereinbaren. Da wird sich kein Arbeitgeber drauf einlassen und, wie bereits schon gesagt, auch kein Ausbildungsbetrieb.

Aber zurück zur Ausbildung. Du könntest, aufgrund deines Studiums zwar eine Ausbildungsverkürzung beantragen, d.h. Du würdest im zweiten Ausbildungsjahr einsteigen. Inwiefern das allerdings sinnvoll ist, ist wiederum eine andere Frage. Da im ersten Ausbildungsjahr wichtige handwerkliche Grundkenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden.

Was Du außerdem noch bedenken solltest, man kann sich zwar durchaus das nötige Fachwissen durch eine Handwerksausbildung aneignen. Was man allerdings nicht lernen kann, ist handwerkliches Geschick! Entweder man hat es oder man hat es nicht. Wenn man also zwei linke Hände hat, wird man im Handwerk sehr schnell an seine Grenzen stoßen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Schau noch mal in die Unterlagen zum Thema Arbeitsrecht, insbesondere dort, wo es vielleicht mal um das Arbeitszeitgesetz ging und denk dann noch mal darüber nach!

Obwohl du gemerkt hast, dass du vom handwerklichen und technischem keinen blassen Schimmer hast, willst du eine Ausbildung im Handwerk machen? Worin liegt die Logik?